Vortrag
zum
Thema "Manierismus in der Speisenbereitung. Von Apicius bis zu
Ferran Adrià" von
Dieter Froelich (Restauration a.a.O.) am Dienstag, 15.April 2008 um
19 Uhr im Focke Museum. Nur mit Reservierung unter 0421. 699 60050.
Eintritt 8 Euro.
Gastmahle
Erstes Gastmahl am Donnerstag, 22.Mai 2008 um 19 Uhr im Focke
Museum, Haus Mittelsbüren. Dieses Gastmahl ist dem "Verein
von Freunden des Focke Museums e.V." vorbehalten.
Zweites, öffentliches Gastmahl am Samstag, 24.Mai 2008
um 18 Uhr im Focke Museum, Haus Mittelsbüren. Eine Anmeldung ist
erforderlich. Anmeldeschluss ist der 22. April 2008. Anmeldungen und
Auskunft unter 0421.699 60061. Der Kostenbeitrag beträgt
100 Euro pro Person.
Zum Thema
"Manierismus in der Speisenbereitung.
Von Apicius bis zu Ferran Adrià"
Die sprichwörtlich gewordene Dekadenz der römischen Oberschicht
zeigte sich natürlich auch in den Speise und Tischsitten.
Davon zeugen unter anderem die Satire "Gastmahl des Trimalchio"
des Petronius Arbiter, das Kochbuch des Apicius, sowie der Name des
Feldherren und Konsuls Lucullus. Sein Name steht bis heute als Synonym
für Feinschmeckerei und üppige Tafelfreuden.
Überfeinerte, manierierte Speisen hat es aber in fast jeder Epoche
gegeben: mittelalterliche Schaugerichte, Kochklubs von Renaissance
Künstlern, feudale und bürgerliche Tafelinszenierungen. Die
Spur der gekünstelten, überfeinerten Gerichte zieht sich weiter
von der Küche der italienischen Futuristen über kleinbürgerliche
Speisenkreationen im NachkriegsDeutschland, der Nouvelle Cuisine
bis zur zeitgenössischen Molekularküche des Ferran Adrià.
Speisen sind immer auch Bilder, die die jeweilige Zeit widerspiegeln.
Der Vortrag
geht diesen speziellen Erscheinungen der Speisenbereitung anhand
von historischen Schilderungen, exemplarischen Kochrezepten und Bildmaterial
nach.
Die Gastmahle
finden im Haus Mittelsbüren des Focke Museums statt. An der
schlicht eingedeckten Tafel finden maximal 80 Gäste Platz. Die
Küche der Restauration a.a.O. ist in Sichtweite der Tafel installiert.
Zu Beginn des Gastmahles führt Dieter Froelich in das Thema ein
und vor jedem der Gänge informiert er die Gäste über
die jeweilige Speise. Diese Informationen finden sich auch in einem
exklusiv für dieses Gastmahl gefertigten, nummerierten und signierten
Heft, das jeder Gast an seinem Platz findet.
Die
Speisen und Getränke
Zu
beiden Gastmahlen wird das gleiche Überraschungsmenü serviert.
Das Gastmahl ist kein Spektakel zum Thema "Essen wie die alten
Römer", sondern es will auf vergnügliche Weise den Kochstil
der Überfeinerung erfahrbar machen. Bei den Speisen und Getränken
handelt es sich um "Rekonstruktionen" manieristischer Speisen
und Getränke verschiedener Epochen. Dabei kann es sich um Speisen
aus dem Kochbuch des Apicius handeln, gefolgt von einem mittelalterlichen
Schaugericht; Gerichte aus dem "Manifest der futuristischen Küche";
Beispiele des (klein)bürgerlichen Manierismus, der Nouvelle
Cuisine und Kreationen der Molekularküche des Ferran Adrià.
Es
werden neben einem Aperitif, Wasser, Wein und Weinmischungen, Digestif
und Mokka ungefähr 10 Gänge serviert. (Geringfügige Änderungen
vorbehalten.)
Es
handelt sich bei der "Restauration a.a.O." nicht um ein herkömmliches
Restaurant oder einen Event CateringService, sondern um ein künstlerisches
Projekt. Wir servieren ein festgelegtes Menü und eine begrenzte
Auswahl an Getränken. Die Speisenfolge ist sorgfältig geplant
und zubereitet. Wir verwenden keinerlei Fertigprodukte und soweit wie
möglich Grundstoffe aus biologischem Anbau und artgerechter Tierhaltung.
Ein Gastmahl der "Restauration a.a.O." ist im weitesten Sinne
ein Bildentwurf und wir freuen uns, wenn sich die Gäste auf unsere
Vorstellung einlassen.